Wir sind haben die Urheber abgetrieben!

Ist eigent­lich schon jeman­dem die frap­pie­rende Ähnlich­keit zwi­schen der Titel­seite des Zeit-Feuilletons vom gest­ri­gen Don­ners­tag und dem Stern-Titel vom 6. Juni 1971 aufgefallen?

Alle gro­ßen „welt­ge­schicht­li­chen Tat­sa­chen und Per­so­nen“ ereig­nen sich sozu­sa­gen zwei­mal, heißt es in dem berühm­ten Zitat. Man ist ver­sucht zu fra­gen, ob wir im Moment Zeu­gen der Tra­gö­die sind oder schon der Farce.

Inter­es­sant übri­gens, dass die vom Han­dels­blatt seit eini­ger Zeit betrie­bene Kam­pa­gne, bei der Künst­ler State­ments zur Ver­tei­di­gung des Urhe­ber­rechts abge­ben dür­fen, unter dem Motto „Mein Kopf gehört mir“ läuft. Was treibt die Ver­tei­di­ger des Urhe­ber­rechts nur dazu, sich der Ästhe­tik und der Paro­len aus den Kam­pa­gnen der 1960er und 1970er gegen den § 218, der die Abtrei­bung unter Strafe stellte,  zu bedienen?

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Refunding und Fananzierung: zwei Crowdpublishing-Experimente

Beim gewöhn­li­chen Crowd­fun­ding (sofern man bei einem so jun­gen Trend schon von Nor­men reden darf) geht die Finan­zie­rung der Rea­li­sie­rung eines Pro­jekts voran. Die Her­aus­ge­ber des vor­ges­tern zur Kon­fe­renz co:funding erschie­ne­nen co:funding-Handbuchs, tyclipso.me und startnext.de, ver­su­chen ihre Pro­duk­ti­ons­kos­ten hin­ge­gen nach­träg­lich wie­der ein­zu­spie­len, indem sie die Leser bit­ten, über die bereits gezahlte Schutz­ge­bühr von zwei Euro hin­aus einen Bei­trag zu leis­ten. Auf dem Buch prangt ein Auf­kle­ber mit einem QR-Code, der auf die Pro­jekt­seite führt, und der Auf­for­de­rung „(re)fund this book“.   Wei­ter­le­sen

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Crowdsourcing: ein Phänomen mit vielen Facetten

Anläss­lich des heu­ti­gen Crowd­sour­cing Sum­mit im Beta­haus Köln, glän­zend orga­ni­siert von Clau­dia Pel­zer, ver­öf­fent­li­chen wir hier einen Bericht über die Crowd­con­ven­tion, die 2011 in Ber­lin statt­fand. Eine kür­zere Fas­sung die­ses Tex­tes erschien 2011 im Social Media Maga­zin.

Crowd­sour­cing ist, so eine beliebte Kurz­de­fi­ni­tion, eine im Netz behei­ma­tete, dezen­trale Pro­blem­lö­sungs– und Pro­duk­ti­ons­weise („an online, dis­tri­bu­ted pro­blem sol­ving and pro­duc­tion model“). Der Wired–Autor Jeff Howe schuf das Kunst­wort 2006 aus „crowd“ und „out­sour­cing“: Ein Unter­neh­men oder eine Insti­tu­tion lässt eine Auf­gabe nicht mehr von eige­nen Mit­ar­bei­tern oder einem Dienst­leis­ter erle­di­gen, son­dern macht sie öffent­lich, sodass eine große, offene Gruppe sie lösen kann. Eine regu­läre Ent­loh­nung der Arbeit gehört nicht zur Defi­ni­tion; viele Crowdsourcing-Projekte locken mit ande­ren Anreizen.

Einen guten Über­blick über die Crowdsourcing-Szene ver­mit­telte die Crowd­con­ven­tion, die am 15. Juni 2011 in Ber­lin statt­fand. Meh­rere Tagungs­re­fe­ren­ten ver­such­ten augen­zwin­kernd, die Erfin­dung des Crowd­sour­cings für ihre jewei­lige Hei­mat zu bean­spru­chen, und führ­ten dabei nicht nur die Finan­zie­rungs­kam­page für die Frei­heits­sta­tue oder den Ide­en­wett­be­werb zur Bestim­mung des Län­gen­grads auf hoher See an, son­dern auch die alte Pra­xis, zur Errich­tung einer Scheune alle Män­ner der Umge­bung zusam­men­zu­ru­fen und sich anschlie­ßend mit einem Fest­es­sen zu bedanken.

Crowd­sour­cing im enge­ren Sinne setzt aller­dings das Social Web vor­aus. Click­wor­ker zum Bei­spiel – das Unter­neh­men, das die Crowd­con­ven­tion aus­ge­rich­tet hat – ist erst zwei Jahre alt.   Wei­ter­le­sen

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So denkt Matthias Altenburg über Crowdfunding

Die von Andrea Kam­phuis in Ihrem Bei­trag vom 24. April ver­öf­fent­lich­ten (von Start­next über­nom­me­nen) Zah­len zum Crowd­fun­ding in Deutsch­land sind wirk­lich ganz ansehn­lich – ange­sichts der Tat­sa­che, dass die ers­ten Ver­su­che, Pro­jekte dar­über zu finan­zie­ren,  erst vor andert­halb Jah­ren ange­lau­fen sind. Das bedeu­tet aber noch lange nicht, dass die Mög­lich­kei­ten, die im Crowd­fun­ding ste­cken, von allen Künst­lern, Publi­zis­ten, Jour­na­lis­ten und sons­ti­gen poten­zi­el­len Nut­zern schon akzep­tiert wür­den.  Jüngs­tes Bei­spiel dafür: die Äuße­run­gen Frank­fur­ter Künst­ler in einem Arti­kel der Rhein-Main-Zeitung der FAZ vom 26. April (natür­lich nicht zu ver­lin­ken) zum Thema Pira­ten­par­tei und Urhe­ber­recht. Wei­ter­le­sen

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Wir anderswo: in den xtranews und im protoTYPE-Blog

Chris­tian Heiko Spließ hat für die xtra­news ein Inter­view mit mir geführt, in dem ich das Kraut-Publishers-Prinzip erklä­ren durfte.

Im Blog von pro­to­TYPE (einem Pro­jekt des Bör­sen­ver­eins des deut­schen Buch­han­dels) konnte ich unsere Idee noch ein­mal aus etwas ande­rer Per­spek­tive beleuchten.

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Zahlen, bitte: Anderthalb Jahre Crowdfunding in Deutschland

Anläss­lich der Crowdfunding-Konferenz co:funding, die am 4. Mai in Ber­lin statt­fin­det, hat Start­next eine große Info­gra­fik erar­bei­tet, die unter einer Crea­tive Com­mons Namensnennung-NichtKommerziell-KeineBearbeitung 3.0 Unpor­ted Lizenz steht:


Quelle: Start­next

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Das skaliert nicht!“ – „Na und?“

Im März ging die Kickstarter-Kampagne für ein neu­ar­ti­ges Wis­sen­schafts– und Tech­nik­jour­nal mit dem dop­pel­sin­ni­gen Namen Mat­ter zu Ende: Anstelle der ange­peil­ten 40.000 Dol­lar hat das Team 140.000 Dol­lar ein­ge­sam­melt.

Die Idee, nach dem iTunes-Modell anspruch­volle, lange, schön gestal­tete und wer­be­freie jour­na­lis­ti­sche Essays für jeweils 99 Cent zu ver­kau­fen, hat viel Kopf­schüt­teln aus­ge­löst: So etwas könne sich doch nie­mals rech­nen! In der Tat kann es sein, ja: ist es sogar wahr­schein­lich, dass die­ses Expe­ri­ment schei­tert. Aber das ist, ver­dammt noch mal, kein Grund, es nicht zu ver­su­chen. Der Jour­na­lis­mus muss neue Wege beschrei­ten, wenn er über­le­ben will, und wir ler­nen aus jedem die­ser Expe­ri­mente.   Wei­ter­le­sen

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Kraut-Publishers-Präsentation und Dokumentation der Crowdfunding-Veranstaltung vom 3. 4.

Auf der Seite des stART­camps Köln ist die gelun­gene stART­to­ge­ther–Ver­an­stal­tung zum Thema Crowd­fun­ding für Kul­tur­pro­jekte her­vor­ra­gend doku­men­tiert.

Eine beson­ders schöne und dichte Zusam­men­fas­sung ist die­ses Bild des Kom­mu­ni­ka­ti­ons­lot­sen Chris­toph Illi­gens:

© Chris­toph Illi­gens, 2012

Und hier unsere kleine Präsentation:

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Teaser für den stARTtogether-Abend

Wer die Story zu die­sen Bil­dern hören will, komme mor­gen zum stART­to­ge­ther nach Köln-Ehrenfeld. Es gibt noch Plätze, und der Ein­tritt ist frei. (Man darf aber ein paar Euro in den Hut legen, der herumgeht.)

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Der Kraut-Publishers-Businessplan, Teil 5: Finanzplanung

Fort­set­zung der Serie (Teil 1, Teil 2, Teil 3, Teil 4) mit Aus­zü­gen aus unse­rem vor knapp einem Jahr nie­der­ge­schrie­be­nen Busi­ness­plan. Die teils über­hol­ten, teils für Außen­ste­hende unin­ter­es­san­ten Kapi­tel „Mar­ke­ting­kon­zept“ und „Grün­der, Rechts­form, Per­so­nal­be­darf“ über­sprin­gen wir. Dafür geht es jetzt ans Ein­ge­machte – in der Hoff­nung auf leb­hafte Diskussion:

7. Finanz­pla­nung

7.1 Geschäfts­aus­stat­tung

Außer den Kos­ten, die unmit­tel­bar mit der Grün­dung des Unter­neh­mens ver­bun­den sind (Domain­na­men, Notar, ggf. anwalt­li­che und steu­er­recht­li­che Bera­tung, Erwerb der Wort­marke, Gewer­be­an­mel­dung, Regis­trie­rung bei der ISBN-Agentur), wer­den in der Start­phase kaum Inves­ti­tio­nen anfal­len: Eigene Räum­lich­kei­ten, Hard– und Soft­ware sind nicht nötig. Die Web­site des Ver­lags, über die Pro­jekte vor­ge­stellt und die nöti­gen Gel­der zu ihrer Rea­li­sie­rung per Crowd­fun­ding ein­ge­wor­ben wer­den, wird von den Grün­dern selbst ein­ge­rich­tet und gepflegt. Ange­schafft wird even­tu­ell eine ein­fa­che Buchhaltungssoftware.

Die Anmel­dung der Wort­marke für fünf Waren– bzw. Dienst­leis­tungs­klas­sen kos­tet ein­schließ­lich Anwalts­ge­bühr 800 €, die Grund­ge­bühr für die Anmel­dung des Ver­lags bei der deut­schen ISBN-Agentur 103 €; dies sind die größ­ten Ein­zel­pos­ten. Ins­ge­samt dürf­ten die Grün­dungs­kos­ten sich im nied­ri­gen vier­stel­li­gen Bereich bewegen.

7.2 Lau­fende Kos­ten   Wei­ter­le­sen

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